"Ohne Moos nix los" - Fördernews Teil 1

kurz vorgestellt: Wirtschaftsagentur Wien

Magdalena Zimprich

Veröffentlicht am 17.02.2015

Im Laufe der Zeit gibt es im Leben eines Unternehmers immer wieder Punkte, wo man aus dem Alltagstrott ausbrechen will und was Neues probieren möchte. Das beginnt bei der Gründung des eigenen Unternehmens, aber kann sich auch in mehr oder weniger regelmäßigen Intervallen fortsetzen. Wenn es darum geht das Unternehmen zu vergrößern, neue Geschäftszweige oder -märkte zu erobern, etc. Und an diesen Punkten ist es oft hilfreich, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der ein bisschen Geld springen lässt. Und noch besser ist es, wenn man dieses Geld nicht zurückbezahlen muss.

Aus diesem Grund ist dies der 1. Beitrag aus einer geplanten Serie zum Thema Unternehmensförderungen. Jedes Mal wird ein Geldgeber vorgestellt und darauf eingegangen, für wen das Ganze interessant sein könnte. Also immer wiederkommen und schauen was es Neues gibt, oder ganz einfach zum Newsletter anmelden, dann versäumt ihr sicherlich nichts.  

Förderungsmöglichkeiten der Wirtschaftsagentur Wien

Letzte Woche hat die Wirtschaftsagentur Wien den 1. Fördertag im Wiener Rathaus veranstaltet und der Andrang von Förderinteressierten war groß. Und zwar so groß, dass Späterkommende erst eingelassen wurden, wenn zuvor jemand den Veranstaltungsort verlassen hat. Neben Vorträgen zu den verschiedenen Förderungsschwerpunkten gab es auch die Möglichkeit sich persönlich beraten zu lassen.

Der Fördertag ist zwar vorbei, aber die Wirtschaftsagentur bittet Förderungsinteressierte auch das ganze Jahr über zu Beratungsgesprächen zu sich ins Büro. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle die verschiedenen Bereiche, die förderbar sind, kurz skizzieren.

Grundsätzliche Voraussetzungen

Die Wirtschaftsagentur fördert nicht das Unternehmen als Ganzes, wie es andere Förderer tun, sondern projektbezogen. Es ist daher notwendig das Projekt möglichst genau skizzieren zu können, inkl. Geschäftsplan und wie man die Ausgaben in Zukunft wieder einzunehmen plant. Da keine der Förderungen die ganze Summe zahlt, ist es auch notwendig die Finanzierung der restlichen Projektsumme zu gewährleisten.

Generell ist für die Anträge auch ein Wienbezug wichtig. Die Wirtschaftsagentur fördert Projekte natürlich lieber, wenn nicht nur das geförderte Unternehmen selbst profitiert, sondern sich auch ein positiver Aspekt für den Wirtschaftsstandort Wien ableiten lässt; sei es durch die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen, die Verhinderung von Abwanderung, Kooperationen mit Unis oder anderen Unternehmen, usw.

Wichtig ist auch zu beachten, dass weder Kosten gefördert werden können, die vor der Antragstellung angefallen sind, noch Kosten des laufenden Betriebs, wie Miete, Betriebskosten, etc. Daher ist es wichtig den Antrag möglichst vor Projektbeginn zu stellen. Kosten die während der Antragsstellung und der Zusage anfallen, sind aber sehr wohl förderbar. Allerdings besteht da immer das Risiko, dass die Förderung nicht gewährt wird und man dann doch auf den ganzen Kosten alleine sitzen bleibt.

Bereiche

  • Ansiedlung und Standortsicherung – für Unternehmen, die nach Wien übersiedeln, innerhalb Wiens umsiedeln, oder den eigenen Standort vergrößern möchten
  • Forschung und Entwicklung – Forschungsvorhaben im Bereich Industrie, produktionsnahe bzw. industriebezogene Dienstleistungen, industrielle Zukunfts- und Schlüsseltechnologien (zu beachten ist, dass hier der Förderungsschwerpunkt jährlich wechselt)
  • Innovative Dienstleistungen, Produkte & Produktion – unterstützt die Entwicklung und Umsetzung neuer Projekte, dabei zählt wie innovativ das Projekt generell ist, aber auch in Beziehung zur bisherigen Geschäftstätigkeit
  • Internationalisierung – Förderung für die Ausstellung bei internationalen Messen
  • Kommunikation, Technologie Transfer – Information der Öffentlichkeit über neue Technologien und Forschungsleistungen
  • Kooperation – vorrangig mit Forschungseinrichtungen, wie Universitäten,...
  • Kreativwirtschaft – Projekte, bei denen kreative Produkte, Dienstleistungen, Prozesse im Vordergrund stehen
  • Nahversorgung – fördert Standorte, die in der Nahversorgung tätig sind

Für alle diese Bereiche gelten unterschiedliche Prozentsätze, die gefördert werden, unterschiedliche Mindest- und Maximalsummen und auch die Zielgruppe ist nicht immer die gleiche. Für genauere Informationen empfiehlt es sich die die Wirtschaftsagentur-Website zu konsultieren und auch gleich ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Da bekommt man dann auch gleich eine 1. Einschätzung, ob der geplante Antrag wahrscheinlich förderungswürdig ist, oder ob die Kriterien nicht erfüllt werden. In letzterem Fall spart man sich zumindest die Zeit, den Antrag zu stellen. Denn auch das kann einige Zeit in Anspruch nehmen.  

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