Der 1. Mitarbeiter

Wie finden Sie den Richtigen?

Magdalena Zimprich

Veröffentlicht am 7.8.2014

In einem früheren Blogbeitrag wurde an dieser Stelle diskutiert, was ein Ein-Personen-Unternehmen (EPU) gegen die Einsamkeit tun kann. Die vorgeschlagene Lösung war die Einmietung in ein Gemeinschaftsbüro. Eine ganz andere, offensichtliche Möglichkeit um die Einsamkeit zu beenden, wurde jedoch gänzlich ignoriert und soll deshalb an dieser Stelle erwähnt werden: Wenn man als EPU einsam und unglücklich ist, macht man einfach ein Z(wei)PU daraus indem man einen Mitarbeiter einstellt. 

Natürlich sollte so eine Entscheidung aber nicht leichtfertig getroffen werden und Einsamkeit ist selbstverständlich auch nicht das beste Kriterium. Es gibt einige Aspekte zu beachten ob und falls ja, wie man an die Mitarbeitersuche herangehen soll. Allerdings haben sich zu diesen Themen schon viele Leute den Kopf zerbrochen und deshalb dient dieser Beitrag eher als Übersicht und Verweis zu anderen Seiten. 

Ist mein Unternehmen bereit für einen Mitarbeiter?

Die Entscheidung für einen Mitarbeiter kann unterschiedliche Gründe haben. Entweder benötigt man Expertise in einem Bereich, den man selbst nicht abdecken kann; das könnte zum Beispiel ein Sales-Mitarbeiter sein. Oder aber die Auftragslage ist so rosig und man geht auch davon aus, dass das längerfristig so bleibt, dass man es alleine nicht mehr bewältigen kann und deshalb Unterstützung braucht. 

Vor allem im letzteren Fall bietet die WKO eine Entscheidungshilfe, wo man in 7 Schritten herausfinden kann, ob sich der 1. Mitarbeiter finanziell rechnet. Eine erhebliche Erleichterung kann dabei die Lohnnebenkostenförderung bringen. Ob ihr dafür in Fragen kommt und wie ihr die Förderung beantragen könnt, erfahrt ihr hier

Wie finde ich den besten Mitarbeiter 

Ist die Entscheidung gefallen, dass es tatsächlich Zeit für den 1. Mitarbeiter ist, gibt es unterschiedliche Wege, an die Mitarbeitersuche heranzugehen. Einerseits klassisch über eine Stellenanzeige, wobei sich der Trend immer mehr von Zeitungsinseraten weg ins Internet verlagert. Zumeist werden die gedruckten Inserate auch zusätzlich auf der Webseite der Zeitung veröffentlicht. Neben bekannten Zeitungen empfiehlt sich diverse Jobportale zu verwenden. Neben den kostenpflichtigen Großen wie monster.at, karriere.at und stepstone.at, gibt es auch verschiedene Kleine, die ihre Dienste gratis anbieten, wie zum Beispiel Jobleiter oder jobhimmel.at, obwohl zweiteres eher auf Studenten- und Teilzeitjobs spezialisiert ist. Das gleiche trifft auf jobwohnen.at zu und dort ist auch nur das 1. Inserat kostenlos. Auf careesma.at kann man zwar auch nur einmalig gratis inserieren aber damit erreicht man wohl ein breiteres Klientel. Einen interaktiveren Ansatz verfolgt das Portal Mercury Puzzle, wo die Jobsuchenden auch mittels Onlinetests ihre Fähigkeiten und Interessen bekannt geben und so besser zu potentiellen Arbeitgebern gematcht werden können. Die Basisfunktionen des zugehörigen Recruitertools können kostenlos in Anspruch genommen werden. 

Andererseits kann man versuchen seinen Mitarbeiterbedarf im Bekanntenkreis publik zu machen und so über Mundpropaganda an passende Kandidaten zu kommen. Das online-Äquivalent dazu ist die Nutzung von Social Media Kanälen. Während eine Xing-Jobanzeige Geld kostet, das man sich möglicherweise lieber sparen möchte, kann man zumindest die eigenen Kontakte erreichen, indem man einen Link zur Ausschreibung auf der eigenen Homepage postet. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere soziale Netzwerke, in denen man aktiv ist. 

Nun ist es aber nicht nur wichtig wo man die Stelle ausschreibt, sondern auch sehr entscheidend was man postet. Die Stellenausschreibung sollte im Optimalfall einen attraktiven Arbeitgeber vorstellen und eine interessante Stelle beschreiben. Daher ist es natürlich essentiell, dass man eine gute Vorstellung davon hat, was denn der Mitarbeiter für ein Aufgabegebiet bekommen wird. 

Um eine ansprechende Stellenausschreibung zu verfassen, ist es ratsam sich zu informieren, was denn in der eigenen Branche sonst so ausgeschrieben wird. Basierend darauf sollte man evaluieren, was zielführend klingt und was man eher vermeiden sollte. Da es nun schon seit einiger Zeit verpflichtend ist Angaben zum Gehalt zu machen, fällt es dann vielleicht auch leichter ein angemessenes Anfangsgehalt zu schätzen. Tipps zu Formulierungen und Inhalten finden Sie hier: 1 - 2 - 3

Wie entscheide ich, wen ich einstelle?

Sobald die Stellenausschreibung geschrieben und veröffentlicht ist und Familie, Freunde und Netzwerkbekanntschaften wissen, dass man auf der Suche ist, bleibt es zu hoffen, dass interessante Bewerbungen eingehen. Diese gilt es dann zu sortieren und die vielversprechendsten Kandidaten einzuladen. Da dieser Prozess auch mal etwas länger dauern kann, sollte man die Bewerber auf jeden Fall kurz informieren und "vertrösten". Aus Höflichkeit aber auch weil man nie weiß wer die nächsten Kunden sind, sollte man jenen Bewerbern, die man letztendlich nicht einlädt, diese Information zukommen lassen. 

So, nun steht das 1. Interview bevor, was tun, wie vorbereiten? Auch wenn man jetzt selbstständig ist, hat man wohl früher schon das eine oder andere Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite des Tisches erlebt, aber wie soll man professionell an diesen Rollentausch herangehen?

Eine recht ausführliche Broschüre finden Sie hier, allerdings sind die Tipps nicht immer auf kleine Unternehmen umlegbar. Sehr wohl auf Gründer ausgerichtet sind dieses Interview und dieser Bericht. Fragen, die man stellen könnte, finden Sie hier, dieser Artikel verrät Ihnen was wichtige Eigenschaften von zukünftigen Mitarbeitern sind und hier erfahren Sie was man aus den Fehlern anderer lernen kann.

Aber neben all den guten Tipps, vergessen Sie nicht eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen, sich ein gutes Bild vom Bewerber zu verschaffen und auf die gestellten Fragen einzugehen. Schließlich sind Sie am Jobmarkt ein unbeschriebenes Blatt und daher ist es auch wichtig, die Interessenten davon zu überzeugen, dass Sie der richtige Arbeitgeber sind und nicht nur umgekehrt. 

Der 1. von vielen Arbeitstagen zu zweit

Bis jetzt war man gewohnt alleine zu arbeiten. Alles was zu erledigen war, musste selbst getan werden, oder blieb liegen; doch das ist nun vorbei! Das war ja auch das Ziel der Mitarbeitersuche, aber trotzdem ist es eine Umstellung. Man muss nun lernen zu delegieren, gerade am Anfang abzuschätzen, welche Aufgaben man abgeben kann und welche Aufgaben man lieber selbst erledigt. Oft kann das Erklären ja dann letztendlich länger dauern, als die Erledigung selbst. Handelt es sich allerdings um einen Task, der häufig auftritt, zahlt es sich natürlich trotzdem aus, den neuen Mitarbeiter damit zu betreuen. Eine gute Regel dazu bietet dieser Artikel auf Business Insider über die 70%-Regel. Und hier findet ihr 32 Tipps von Unternehmern, wie man seine Angestellten führen soll. 

Ganz schön viel zu beachten, wenn man seinen 1. Mitarbeiter einstellen möchte, aber wie sonst soll das Unternehmen wachsen. Man darf auch nicht vergessen, dass eine ordentliche Erfassung der Arbeitszeit der Mitarbeiter vorgeschrieben ist, aber da kann man sich ja zum Glück auf Unternehmen2go verlassen. Also gleich registrieren und 14 Tage gratis testen

In unserem Tutorial zur Zeiterfassung könnt ihr euch dazu genauer informieren.  

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